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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Der letzte Artikel

Sicher haben sich einige gewundert, warum hier auf einmal solche Stille herrschte. Tatsächlich hatte das nur in zweiter Linie mit den letzten – teilweise nicht mehr freigeschalteten – Kommentaren zu tun, in denen langsam ein Privatkrieg aufgemacht wurde, auch verursacht durch Missverständnisse. Vor allem aber auch dadurch, dass etliche nur in Andeutungen schreiben, die dann leicht falsch verstanden werden – Andeutungen deshalb, weil offensichtlich seitens der 1001-Damen durchaus Druck ausgeübt wurde und wird.

Ich finde es erschreckend, dass sich Leute hier zurückziehen, weil ihre emails gehacked wurden, sie schon früher mit Klagen bedroht wurden und nun erneut fürchten, irgendwelchen Repressalien ausgesetzt zu werden. Unschön aber auch, dass man dann gegeneinander schreibt.

Das wäre für mich ein Grund gewesen, einige der letzten Kommentare nur jeweils der anderen Kommentatorin zugänglich zu machen, nicht aber, den Blog (ebenso wie meine anderen Blogs) zu schließen.

Gleichzeitig aber führte ich an einer anderen Stelle des Internets eine ganz andere Diskussion. Und die ließ mich intensiv darüber nachdenken, warum ich noch über deutsche Themen, Deutschland und auf Deutsch blogge. Und tatsächlich, mir fiel auf, dass ich Zeit und Energie auf etwas verwende, das mit mir kaum noch etwas zu tun hat. Einfach aus Gewohnheit, wie mir klar wurde.

Und deshalb wird es keine neuen Artikel von Alien59 mehr geben – nicht auf diesen Blogs, nicht zu diesen Themen (mit Ausnahme der Palästina-News, vielleicht). Ich lösche aber keine Artikel  – sie werden weiter auffindbar, verlinkbar und lesbar sein. Ebenso bleibt meine email-addy offen.

Vielen hier danke ich für Informationen, Mitarbeit – und die ein oder andere lässt ja vielleicht mal von sich hören.

Macht’s gut!

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Es gibt so viele Geschichten, wie Frauen aus binationalen Ehen um ihre Kinder fürchten und kämpfen. Nicht alle, muss ich sagen, kann ich so glauben, wie sie beschrieben werden – man hört ja immer nur die eine Seite. Selten bekommt jemand wie Herr Mahmoody Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Und auch er wurde nicht weiträumig wahrgenommen.

In vielen Fällen habe ich den Eindruck, dass nicht unbedingt die Binationalität der Hauptgrund der Probleme ist – Kampf ums Kind gibt es auch in mononationalen Ehen mehr als genug. Teilweise verschärfen grundlegende Differenzen sicherlich die Situation.

Was mir aber ungemein auffällt, ist die Haltung sehr vieler deutscher Ehepartner, das Kind als Eigentum zu betrachten – auch, wenn es genau das ist, was sie dem anderen unterstellen. Wie ich zu dieser Aussage komme?

Schon bei bestehender Partnerschaft durfte ich lesen, wie viel besser es doch sei, den Vater nicht in der Geburtsurkunde anzugeben, damit habe er keine Möglichkeiten, einen Pass seines Heimatlandes ausstellen zu lassen. Pässe ohnehin am Besten nicht im Haus haben, sondern in der Hand der Mutter (ich nehme zur Schreibvereinfachung mal den mehrheitlichen Fall, dass der Vater der Ausländer ist). Ignorieren, dass das Kind auch die andere Staatsangehörigkeit hat.

Vater ist Muslim? Da gibt es dann ganz verschiedene Varianten, wenn die Mutter nicht konvertiert (ist). Das geht von guten Versuchen, das Kind muslimisch oder in beiden Religionen zu erziehen über heimliches Füttern mit Essen, das nicht halal ist bis zu ertrotzter oder heimlicher Taufe. Oft fängt es mit – beiderseitigem – Bemühen an, aber je älter das Kind wird, desto größer wird die Reibungsfläche, und oft werden ursprüngliche Vereinbarungen nicht eingehalten.

Kriselt es oder ist die Ehe am Ende, wird es richtig kritisch, dann kommen auch von vielen Seiten die „guten Ratschläge“, wie man verhindern könne, dass der Vater sein Kind entführt. Denn natürlich wird er das versuchen, tun sie doch alle.

Tatsächlich aber sind die Fälle wohl gar nicht so häufig, nur das Medieninteresse ist relativ groß.

Ich finde es auch nicht gut, dass so etwas vorkommt, nicht missverstehen. Ich wende mich aber auch dagegen, dass unter dem Vorwand der Angst vor Entführung den entsprechenden Vätern der Umgang extrem erschwert wird, ganz normale Ferienreisen unmöglich werden und die Beziehung, die vielleicht zuvor zu seiner Familie bestand, nicht weiter gepflegt werden darf.

Wie sieht es denn umgekehrt aus? Die Ehe wird im Ausland geführt, man versteht sich nicht mehr. Der Vater hat Angst, dass die Frau die Kinder mit nach Deutschland nimmt (was ja nicht selten gewünscht wird). Er bemüht sich also, auch bei Gericht, dies zu verhindern. Wie wird das in der deutschen Presse und deutschen Foren gesehen? Der böse Kerl, will sie und die Kinder in diesem schrecklichen Land festhalten. Sie darf nicht einmal die lieben Großeltern in Deutschland besuchen, wie grausam, ihnen die Enkel vorzuenthalten.

Merkt man was?

Und dann – darauf hatte mich Andreas Anfrage bei 1001 gestoßen: sie schafft es. Großer Jubel für die tapfere Frau, die sich und die armen Kinderchen aus der schrecklichen Situation befreit hat. Sammelt für sie, bringt ihr Buch heraus, reicht sie in Talkshows herum (Erstklassiges Beispiel: Die weiße Massai). So muss man mit diesen Machos umgehen. Nein, seine Kinder sieht er gewiss nicht wieder. Hat sie sich strafbar gemacht? Die Hausjuristin von 1001 meint, nein. Mir ist auch kein Fall bekannt, wo eine Deutsche wegen Kindesentzug nach Deutschland vor Gericht gekommen wäre. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Bei beiden Varianten wird sowohl vom deutschen Elternteil als auch von dessem Umfeld davon ausgegangen, dass selbstverständlich für ein deutsches Kind nur ein Aufwachsen in Deutschland gut ist.

Ich frage mich aber, wie das auf die Kinder wirkt. Die krasse Ablehnung all dessen, wofür ihr Vater stand und was mit ihm zu tun hat, die ich oft finde, betrifft ja auch eine Hälfte des Kindes. Wie soll dieses Kind zu sich selbst stehen, wenn es älter wird und die bösen Worte auf diesen seinen Teil bezieht? Machen sich das diese Supermütter eigentlich klar?

Schockiert war ich, als ich vor längerer Zeit bei 1001 ein Gedicht einer der dortigen Schreiberinnen las. Es ist nicht mehr im Forum, daher verlinke ich es nicht und will es mit Rücksicht auf die Tochter auch nicht kopieren. Die Mutter schrieb ungefähr, dass der Islam ihr das Kind seit seiner Geburt genommen habe – denn die Tochter sei ja Muslima (bekannte sich wohl auch dazu, als sie älter wurde), und damit für sie verloren.

Ich kenne inzwischen eine ganze Menge toller junger Menschen aus binationalen Beziehungen, die teilweise schon wieder Kinder haben (z.T. mit anderen binationalen Partnern). Aber leider auch etliche, die sehr darunter leiden, dass ein Elternteil kaum mit ihrem Aussehen und ihrem Erbe konfrontiert werden möchte. Vielleicht sollten sich manche RatgeberInnen auch das mal überlegen, bevor sie so jubeln, wenn eine Frau ihre Kinder nimmt und abhaut:

Evelyne » 01.06.2012, 08:34

Ich bin so froh, dass wir es gemeinsam geschafft haben, Dich auf den richtigen Weg in eine bessere Zukunft zu bringen, liebe xxx. Speziell Dagmar sei Dank für ihren unermütlichen Einsatz, Dich und die Kinder sicher unterzubringen.

Nein, es geht mir nicht um diesen speziellen Fall, daher kein link und der gexxte Name. Aber auch hier, egal, was sie dem Mann vorwirft, es ist und bleibt Kindesentzug, wenn man einfach die Kinder mitnimmt (zumindest konnte ich nicht lesen, dass das vorläufige Aufenthaltsbestimmungsrecht auf die Mutter übertragen worden sei).

Das ist eine Facette, die bei all dem Spaß mit „Bezness“ und „Strandprinzessinnen“ völlig verdrängt wird. Es gibt viele Väter, die ihre Kinder wirklich lieben, aber sie nie mehr sehen werden. Diejenigen, die nur aus Eigennutz sich ein Kind wünschen, sind weit in der Minderheit. Aber das ist vielen, die diese Kinder nur deutsch machen wollen, egal.

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In eigener Sache

Die Technik schlug zu und so konnte ich einige Zeit hier kaum mehr machen als Kommentare freischalten. Ich bitte um Verständnis und hoffe, dass es jetzt wieder läuft.

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Durchsichtig

Ich hatte ja schon früher auf die Verlinkungen von PI zu 1001 hingewiesen. Kürzlich erst bejubelte PI die Seite der Geschichtenerzähler wieder.

Bei 1001 ist man etwas vorsichtiger geworden, die Unterstützung für PI und den Kopp-Verlag ist nicht mehr ganz so deutlich. Aber wenn man öfter mal in der Kategorie „Nachrichten, news und TV-Termine“ schmökert, vor allem bei „Dieser Artikel macht sprachlos„, tauchen unversehens sehr oft die gleichen Meldungen auf wie bei PI – oft nur in kurzem Abstand.

Ebenso ist es mit den diversen U-Booten. Einige, die bei 1001 schreiben, scheinen es sich zur Mission gemacht zu haben, in anderen Foren zu schreiben, die irgendetwas mit den Themen Ausländern und Ehe zu tun haben. So bei http://www.info4alien.de , bei http://www.binational-in.de , in speziellen Foren, auch und gerade bei Indien oder Sri Lanka. Letzteres fällt besonders auf, weil sich dort ein Herr hervortut, der seinen Angaben nach seit 30 Jahren mit einer Sri Lankesin verheiratet ist und in Deutschland wohnt. Selbstverständlich haben sie nie Rassismus erlebt oder Ärger mit der ABH gehabt und in ihrem Bekanntenkreis gab es auch keine Scheinehenprüfung und der A1-Test ist ganz einfach. Der Gute ist, egal, unter welchem Nickname, sofort erkennbar.

Dann kommen einige, die eher auf die binationalen Foren spezialisiert sind. Manche schreiben mit dem gleichen Nick, die würde ich nicht als U-Boote betrachten, aber wenn ich mir die Änderung des Betriebsklimas bei multikulti angucke, sehe ich schon, woher da der Wind lebt. Wenn man dann noch den Bock zum Gärtner, bzw. Admin, macht….

Aber die Entwicklung insgesamt passt zu dem, was in den letzten Wochen ruchbar wurde, und seit Sarrazin für die Betroffenen auch fühlbar: ausländerfeindliche, rassistische, islamfeindliche Aussagen sind heute nicht mehr das Zeichen nur der Rechtsextremisten. Inzwischen geht das bis in die Mitte der Gesellschaft. Aber zugeben will das keiner – man ist doch kein Nazi. Dazu kann man dann Sabine Schiffer lesen.

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In einem thread beschwert sich eine Userin bei 1001 über eine angeblich zunehmende Zahl an Sendungen über binationale Paare. Da diese von den üblichen Reality-soaps gezeigt werden, ist halt das Niveau entsprechend, finde ich auch nicht so prickelnd.

Aber dann musste ich herzlich lachen:

 Afrika: Wundern wir uns dann noch, wenn die so ein schlechtes „Bild“ von deutschen Frauen haben?

Anaba: Das es sich da nicht um die deutschen Frauen handelt erkennt ja nun jeder.
Man muss schon sehr naiv sein um von den dort gezeigten Frauen auf alle deutschen Frauen zu schließen.

Und das in einem Forum, wo ständig von den bösen Ex-Ehemännern oder Freunden auf den Rest der jeweiligen Landesbevölkerung oder gar aller Muslime geschlossen wird. Rofl.

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