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Archive for the ‘Business 1001’ Category

Warnungen

Immer wieder wird bei 1001 davor gewarnt, sich nicht abzocken zu lassen. Da war man natürlich entrüstet, als in der Diskussion auf der Seite der taz im Dezember in einem Kommentar behauptet wurde, Frau Kerns Verlag sei ein Druckkostenzuschussverlag und tue eben das.

Geht man auf die Seite des Verlags, findet man auch den ausdrücklichen Hinweis, dass für den Autor keine Kosten für „ISBN-Anmeldung, Covererstellung, Lektorat etc. “ entstünden. An den Zuschüssen jedoch „darf der Verlag nicht verdienen. Der soll lediglich die Herstellungskosten mindern, damit der Verlag das Risiko bei neuen, noch völlig unbekannten Autoren nicht alleine trägt.“ Zuschüsse? Siehe unten, steht im Text. Dort:

2. Sie bezahlen lediglich für erste Auflage von 500 Exemplaren einen Pauschalbetrag, der exakt nach Umfang und Ausstattung Ihres Werkes errechnet wird. Unsere Richtlinie: Grundgebühr und „10,00 EUR pro Buchseite (Softcover) – (18,00 EUR Hardcover) und quartalsmäßig 20 Prozent Tantiemen zurück, inklusive aller verlagsspezifischen Leistungen. Nebenkosten entstehen nicht.  Bei weiteren Auflagen entstehen Ihnen keine Kosten.

Aha. Dann rechnen wir doch einmal: nehmen wir als Beispiel ein Buch mit 200 Seiten, als Softcover. Der „Zuschuss“, der natürlich kein Druckkostenzuschuss ist, würde 2000,00 Euro betragen. Das Buch würde vermutlich – wenn ich mir andere Produkte des Kern-Verlags ansehe, für ca. 16,00 Euro verkauft. 20 Prozent sind 3,60 Euro. Würden alle 500 Bücher der ersten Auflage verkauft, ergäbe dies einen Betrag von 1800,00 Euro für die Autorin. Ein Verlust von 200,00 Euro – selbst wenn alle 500 Exemplare verkauft werden, was erfahrungsgemäß bei Erstlingsromanen kaum der Fall ist. Vor allem, wenn die Kritiken einiger Leser am mangelhaften Lektorat gerechtfertigt sind.

Wer dann noch die Hardcovervariante wählt, zahlt entsprechend mehr….

Aber nein, der Kern-Verlag ist kein Druckkostenzuschussverlag.

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Ja, buisiness. Ich glaube nämlich, dass da auch ganz hübsch finanzielle Interessen mitspielen.

Es fing an mit dem ersten Buch Frau Kerns, fleißig beworben. Sie hat ja bei Betty Mahmoodi sehen können, wie man sowas vermarktet.

Inzwischen stelle ich bei der Besichtigung des Unterforums Buchtipps fest, dass es da inzwischen sogar einen Verlag Kern gibt – wo wohl vor allem die sogenannten wahren Geschichten zu Geld gemacht werden. Ich fürchte allerdings, das Lektorat lässt zu wünschen übrig. Etwas Trauriges erlebt zu haben, macht noch niemanden zu einem Schriftsteller.

Absolut peinlich ist allerdings die angeblich nicht dazu gehörende Firma „Habibis Nightmare“ – wobei diese auf ihrer Website erklärt, dass die Erlöse an den CIB e.V. gingen. Der nun wieder ist ja Frau Kerns offzielles Baby. Ob das Finanzamt da schon mal im Hinblick auf Gemeinnützigkeit geprüft hat? Inwieweit ist denn Ausländerfeindlichkeit gemeinnützig?

Die website dieser peinlichen Produktion hat auch ein witziges Impressum: man sollte den Namen der Gräfen mal googlen. Auch eine Variante, um sich über die deutsche Impressumspflicht lustig zu machen. Nein, ich sitze da nicht im Glashaus, sondern im Ausland.

Warum ich habibis nightmare peinlich finde? Na, ich stelle mir mal vor, mit so einem shirt oder Handtuch kommt dann eine der Damen in ein Hotel – der Brüller beim Personal ist garantiert, und ich hoffe, der Service ist dann entsprechend. Wie dumm muss man sein, um sich so würdelos aufzuführen? Und wenn man schon eine solche Einstellung hat, warum belästigt man dann die Länder, die man so verachtet, mit seiner Anwesenheit? Ich versteh das nicht ….

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