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Archive for the ‘1001’ Category

Gerade bei 1001, aber auch in anderen binationalen Foren, fallen oft hässliche Worte, wenn der- oder diejenige, die ihren Partner nach Deutschland holen wollen, um die Ehe dort zu führen, nicht das nötige Kleingeld hat.

So hier:

Africus: Allerdings steht der Schutz der Ehe und Familie in unserem Grundgesetz und wir alle sind doch darin einig, dass eine Familienzusammenführung absolut notwendig ist. Wir wollen doch nicht verbieten, dass eine Ehe in Deutschland nicht gelebt werden kann, weil der ausländische Ehepartner aus einer „bildungsfernen“ Schicht kommt. Mit der gleichen Argumentation könnten wir ja Sonderschülern oder Langzeitarbeitslose verbieten, zu heiraten und Kinder zu zeugen. Und wenn ein Kind im Spiel ist, hat dieses Kind ein Recht auf einen Vater (sofern er die Personensorge für das Kind wahr nehmen möchte). Was schlägst du denn vor? Dass eine binationale Ehe in Deutschland nur gelebt werden kann, wenn der Ehepartner eine Fachkraft ist? Dass der Vater eines deutschen Kindes nicht das Recht hat, für sein Kind dazu sein? Dass ein Kind nicht das Recht hat, seinen leiblichen Vater kennen zulernen, weil die Mutter betrogen wurde?

Das geht ja nun gar nicht, dass dort jemand so etwas schreibt:

Djenna: Wir sind uns nicht alle einig! Sollen sie sich in Ihrem Heimatland „Familienzusammenführen“ wie sie wollen…aber sich nicht hier auf Kosten von Deutschen und des Deutschen Staates sich alles erschleichen..durch Lug und Betrug. Ich plädiere für ein neues Gesetz: Jeder Ausländer, der mithilfe eines deutschen Partners eine AE in D. erhält, zb. durch Heirat, Kind etc., ist nicht berechtigt seine Familie (nach Scheidung , Trennung) nach Deutschland nachzuholen. Keine Famileinzusammenführung oder Nachholen des Ehepartners erlaubt!!!!!!!!!!! Das würde eine massive Änderung im Verhalten unserer ausländ. Mitbürger zur Folge haben. Da lohnt es sich nur noch wegen des Geldes Deutsche Frauen ( und Männer ) reinzulegen. Wahrscheinlich gibt es aber dann wieder Hintertürchen die diese Kandidaten genau kennen.

Effendi: Dann erkläre mir doch bitte mal, warum die Familienzusammenführung unbedingt immer in Deutschland stattfinden muß und ein Zusammenleben der Familie im Ausland (dem Herkunftsland des anderen Ehepartners) grundsätzlich immer unzumutbar sein sollte ? Da würde ich doch glatt vorschlagen, daß der Lebensunterhalt gesichert sein sollte, um den Partner nach Deutschland zu verbringen. Zumindest zunächst, denn was die Zukunft bringen kann, läßt sich nicht voraussagen. Aber das da Hartz4-Bezieher sich ihre Ehepartner aus dem Ausland importieren, die dann ebenfalls Hartz4-Bezieher werden, finde ich schon ziemlich unverschämt. Da führt praktisch der erste Weg nach der Einreise vom Flughafen direkt zum Sozialamt. Wer kein ausreichendes eigenes Einkommen erzielt, der kann sich eben keinen Partner aus dem Ausland kommen lassen. Auch nicht über ein Kind. Ich möchte auch gerne ein teuereres Auto fahren, aber wenn mein Geld dazu nicht reicht, muß ich mich eben auch bescheiden. Wieso muß der Ehepartner von der Allgemeinheit subventioniert werden ?

Aber doch bitte nicht auf andrer Leute Kosten. Wenn Du es Dir nicht leisten kannst, dann mußt du eben auch Alternativen in Erwägung ziehen und ggf. die eheliche Lebensgemeinschaft im Lande des Ehepartners führen. Was daran so unzumutbar sein soll, erschließt sich mir nicht. Wir wissen doch nun inzwischen längst, daß die Eheschließung in vielen Fällen nur zum Zwecke der Einwanderung in die Sozialsysteme stattfindet.

Der thread ist mal wieder ein gutes Beispiel, aber leider findet sich ähnliches inzwischen fast überall. Wenn ich so etwas bei info4alien oder in anderen binationalen Foren lese, wird mir regelrecht übel, weil Menschen, die dort Rat suchen, nicht so angegriffen werden sollten.

Africus hat nämlich völlig recht. Was verfehlt ist, ist jede Art von Zumutbarkeitsprüfung mit dem Ziel, eventuell doch Deutsche dazu zu zwingen, im Ausland zu leben, auch wenn sie das nicht wollen.

Dazu sollte man sich vielleicht auch die Geschichte der binationalen Ehe in Deutschland vergewärtigen.

Anfang des 20. Jhdt. Wurde im damaligen Reichs- und Staatsbürgerschaftsgesetz die Regelung getroffen, dass bei der Eheschließung eines Deutschen mit einer Ausländerin diese Deutsche wurde, eine Deutsche, die einen Ausländer heiratete, ihre dt. Staatsangehörigkeit jedoch verlor, wenn sie dadurch nicht staatenlos wurde. Binationale Ehen und damit verbundene Probleme der Aufenthaltserlaubnis kamen also praktisch nicht vor.

Das blieb bis einige Jahre nach dem 2. Weltkrieg so. Zuerst wurde der Verlust der dt. Stag für die Frau abgeschafft, 1970 dann der automatische Erwerb durch die ausländische Ehefrau eines Deutschen.

Das ist hier relevant, da zuvor sich die Frage nach Aufenthaltsrecht nicht stellte.

Für Frauen mit nichtdeutschen Ehemännern galt bis 1972 die sogenannte Folgerechtssprechung: es sei einer Frau zumutbar, dem Mann ins Heimatland zu folgen, wenn er in D keinen Aufenthaltsgrund (z.B. wegen Beendigung des Studiums) mehr habe.  Die Kinder waren kein Grund, da sie erst ab 1975 durch die deutsche Mutter auch die deutsche Stag erwerben konnten.

Erst 1972 fiel auf, dass das wohl weder mit der Gleichberechtigung noch mit anderen Grundprinzipien des GG vereinbar war.

Seither hat sich durchgesetzt, dass unabhängig von Geschlecht und anderen Voraussetzungen jeder Deutsche – auch wegen Art. 11 GG – das Recht hat, seine Ehe in Deutschland zu führen.

Aus diesem Grund gehe ich persönlich davon aus, dass jede dem entgegenstehende Regelung, die dazu führt, dass jemand sich zwischen seiner Ehe und seinem Leben in Deutschland zu entscheiden gezwungen wird, verfassungswidrig ist. Zur Würde des Menschen und dem, was das BverfG regelmäßig als Existenzminimum annimmt, gehören eben auch die Kosten der Eheführung – auch wenn das manchen so gar nicht passt.

Dies mal als mehr theoretische Grundlage zu diesem Thema.  Ich habe mich absichtlich kurz gefasst, daher ist das teilweise nicht völlig detailgenau.

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Mein ursprüngliches Motiv bei Beginn dieses Blogs war es nicht, Heiratsschwindel und andere Betrügereien zu verharmlosen. Mir ging und geht es darum, dass bei 1001 und in deren Umfeld sich rechtes Gedankengut sammelt, gepflegt wird und eine rechtslastige Vernetzung entsteht. Die ist heute ebenso islamfeindlich wie rassistisch und ausländerfeindlich. Was aber von Menschen, die im Allgemeinen nichts damit zu tun haben, unterschätzt wird, ist das Ausmaß und der Zusammenhang der einzelnen Menschen, Vereine und Betriebe, die sich in dieser Richtung engagieren.

Da ich schon länger mich mit solchen Fragen befasse, habe ich die Strukturen teilweise wachsen sehen. Wer bessere Recherchemittel hat, sei es durch eine große Zeitung, sei es aus polizeilichen Zusammenhängen, könnte da sicherlich mehr finden. Wer denn wollte … Wie das mit dem Wollen aussieht, konnte man ja im Falle der Ceska-Morde sehen.

Wo 1001 Geschichte, der CiB und Frau Kern angesiedelt sind, zeigt sich nur hin und wieder. So ist es mit den Verlinkungen von Seiten wie PI, Zitaten in Büchern von U. Ulfkotte und Unterstützung wie z.B. vom Kopp-Verlag. Dort war man 2009 sehr empört, als Evelyne Kerns Lesung anlässlich der Buchmesse von einem Veranstalter wegen rassistischen Gedankenguts abgesagt wurden:

Deutschland voll gaga – warum eine Frauenrechtlerin bei der Leipziger Buchmesse nicht für Frauenrechte eintreten darf
(von Udo Ulfkotte,
http://info.kopp-verlag.de/news/deutschl…-frauenrec.html
)

Evelyne Kern ist eine der bekanntesten deutschen Frauenrechtlerinnen. Doch auf der Leipziger Buchmesse wurden ihre Autorenlesungen nun kurzfristig abgesagt. Grund: Berichte über wahre Frauenschicksale sind heutzutage „rassistisch“.

In hunderten Interviews hat Evelyne Kern Journalisten erklärt, was „Bezness“ ist – vom ZDF-Frauenmagazin MonaLisa bis zum Stern hat man ihr Gehör geschenkt.

Bezness, abgeleitet von dem englischen Wort „business“, steht in orientalischen Urlaubsländern für das Geschäft mit europäischen Frauen und Männern, denen die große Liebe, ein lukratives Geschäft und ein sorgenfreies Leben am Urlaubsort versprochen wird. Jährlich fließen auf diese Weise Millionen Euro in diese Länder – und die jeweiligen Regierungen lassen es zu. Hunderte Frauen und Männer verlieren auf diese Weise ihr gesamtes Hab und Gut. Liebe macht eben blind. Klagen vor der dortigen Justiz sind sinnlos. Ausgenommen, geprügelt, total mittellos und völlig traumatisiert kehren viele nach Deutschland zurück. Die Deutschen Botschaften in orientalischen Staaten wissen dies. Tausende von Betroffenen bitten dort um Hilfe. Sie alle haben sich im Urlaub, zuhause oder per Internet in einen Einheimischen verliebt und am Ende nicht nur ihre große Liebe verloren.

2002 hat Evelyne Kern die Interessengemeinschaft gegen Bezness – CiB – gegründet. Es ist inzwischen ein großer europäischer Verband. Mit Eingaben an die zuständigen Behörden und entsprechender Öffentlichkeitsarbeit bewegt der Verband etwas. Und mitunter werden auch Bücher betroffener Frauen veröffentlicht.

Evelyne Kern hatte mehrere Auftritt zur Präsentation ihres Buches „Sand in der Seele“ auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse fest abgemacht. Zusammen mit Frau Kern wollten zwei weitere Frauen aus ihren Büchern zum Thema „Bezness“ lesen. Im Rahmen von „Leipzig liest“ sollten am Mittwoch, 11. und Donnerstag 12. 03. 2009 jeweils um 19 Uhr die drei Autorinnen mit ihren „Wahren Geschichten“ im Kulturzentrum Linxx.Net aus ihren Büchern lesen. Nun hat man sie kurzfristig wieder ausgeladen. Die Frauenrechtlerinenn sollen jedenfalls nicht sagen dürfen, dass es unter Männern aus der islamischen Welt ein Geschäftsmodell gibt, europäische Frauen zu betrügen und so ein Visum für Europa zu bekommen. Die von von Evelyne Kern übermittelte Begründung für die Ausladung lautet, es sei „rassistisch“, gegen Bezness zu kämpfen. Frauen, die gegen Betrug und das Ausnutzen ihrer Gefühle ankämpfen wollen, sind also „rassistisch“.
Die Frauenrechtlerin Evelyne Kern hat uns darum gebeten, nachfolgenden Teil ihrer Mail zu veröffentlichen: „Das LINXX-Net hat beide Lesungen gestrichen, weil sie der Auffassung sind, dass diese „Wahren Geschichten“ rassistischen Hintergrund haben. Die Autorinnen sind also ausländerfeindlich und rassistisch, weil sie den Mut hatten, ihre Geschichten niederzuschreiben? Armes LinxxNet, das Betrüger in Schutz nimmt und die Betrogenen noch als „Rassisten“ beschimpft. Also auch hier werden wieder einmal die ausländischen Heiratsschwindler, die nichts anderes wollen, als finanzielle Vorteile und den Aufenthaltsstatus in Deutschland, in Schutz genommen – egal, was sie unseren Frauen antun. Die Oberflächlichkeit, mit der Bezness bei einigen Politikern betrachtet wird, ist jedenfalls nicht mit den Menschenrechten zu vereinbaren, denn auch die betrogenen deutschen Frauen haben ein Recht auf Schutz und Verständnis.“

 Da haben wir sie alle zusammen. Die „Frauenrechtlerin“ E. Kern, Udo Ulfkotte, der Mann der durch Zusammenstellung von Vermutungen und Halbwahrheiten Leute verleumdet, Islamhass und Ausländerfeindlichkeit schürt, und der Verlag, der seine und andere Bücher verlegt, damit auch nicht schlecht verdient.

Kopp-Verlag? Wer ist denn das? Nun, Ulfkotte hatte seinerzeit noch bei einem angesehenen Verlag veröffentlicht. Aber denen waren die Klagen wohl zu teuer geworden. Und so fand er, wie z.b. auch Frau Eva Hermann, bei Kopp ein neues Wirkungsfeld. Zeit dürfte er nach seinem Ausscheiden bei der FAZ  ja gehabt haben.

Über den Kopp-Verlag gibt es in dieser Woche im „Kontext“ einen längeren Artikel, besser gesagt, über die Art, wie er mit Menschen umgeht, die versuchen, sein Wirken zu behindern.

http://www.kontextwochenzeitung.de/newsartikel/2012/03/der-einsame-kampf-des-albert-b/

Deutschlands größter Verlag für Verschwörungstheorien sitzt in Rottenburg am Neckar. Gegründet von einem ehemaligen Polizisten und Ufologen. Jochen Kopp verlegt Bücher über Außerirdische, die Madonnenerscheinungen auf die Erde projizieren, über Freimaurer oder die angebliche jüdische Weltverschwörung. Der Kopp-Verlag kann die 68er-Bewegung nicht leiden und Linke sowieso nicht. Nun will er expandieren. Das scheint kaum einen zu stören. Außer Albert Bodenmiller, Vorsitzender der Rottenburger Fraktionsgemeinschaft BFH, „Bürgerfreundliche Heimat“/Die Linke. Er findet, der Kopp-Verlag sei ein „brauner Fleck“ in der Bischofsstadt.

Kopp hat zwei prominente Zugpferde, die zwar von Kritikern nicht in die rechtsextreme, dafür aber in die rechtspopulistische Ecke gestellt werden. Was Bodenmiller fast noch schlimmer findet, weil das Nationale dieses Unternehmens so im Gewand des Bürgerlichen daherkommt. Unauffällig, leise, unterschwellig, getarnt als ganz normal.

Eva Hermann als Zugpferd

Eine Prominente ist die Moderatorin Eva Herman, die 2007 beim NDR rausflog, weil sie öffentlich fand, im Dritten Reich sei nicht alles schlimm gewesen. Angefangen hat sie im Kopp-Verlag als Sprecherin für die Nachrichtensendung der Homepage Kopp-online. Eine Sendung, die seriös aussah wie „heute“ oder „Tagesschau“. Eva Herman überbrachte „Nachrichten, die die Massenmedien verschweigen“. Mittlerweile sind die Kopp-Nachrichten eingestellt, und Eva Herman schreibt auf Kopp-online Texte gegen Homosexualität und solche, die entlarven wollen, dass Medienkonzerne mitsamt der Regierung extra Brigitte Nielsen ins Dschungelcamp gesetzt haben, um Deutschland von all den wichtigen politischen Krisen auf der Welt abzulenken.

Auch Udo Ulfkotte arbeitet für Kopp. Der ehemalige Politikredakteur der FAZ, Geheimdienst- und Islamexperte, mittlerweile abgedriftet in einen regelrechten Hass auf den Islam. Ulfkotte, der Deutschland medienwirksam und in einer seiner Publikationen als einen „Lustigen Migrantenstadel“ bezeichnet und statt Integrationsbeauftragten Rückführungsbeauftragte fordert. Außerdem Reparationszahlungen von Migranten – für die angefallenen Kosten, die Ausländer, vor allem Muslime, in Deutschland verursachen würden. Sein im Kopp-Verlag erschienenes Buch „Vorsicht Bürgerkrieg“ schaffte es sogar auf die Titelseite des Blatts „National-Zeitung“, das vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem bezeichnet wird.

Im Kopp-Verlag gibt es Bücher aus dem als rechtsextrem eingeschätzten Ares-Verlag…

Es lohnt sich, den Artikel insgesamt zu lesen, er enthält etliche nette Einzelheiten.

Die Eingangs zitierte Pressemitteilung wurde i.Ü. auch in einem großen Tunesien-Forum gepostet und diskutiert.

http://forum.tunesien.org/ubbthreads.php?ubb=showflat&Number=299492

Es gab Kommentare für und gegen Kern. Einer jedoch stieß bei mir auf besonderes Interesse: etliche Mitglieder des CiB sollten auch bei Pax Europa sein. Das war einmal Ulfkottes Verein – man sieht, irgendwo schließt sich der Kreis.

Und irgendwann wundert man sich über manche Dinge nicht mehr.

 

 

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… meinen einige bei 1001, z.B. die Moderatorin Anabe.

Hier geht es zur Zeit hoch her, obwohl im restlichen Forum eher eine Art – äh – Frühjahrsmüdigkeit herrscht. Oder taz-Folgen? Egal.

Eine Frau schildert ihre, nicht mehr ganz taufrische, Geschichte: sieben Jahre glückliche Ehe mit einem jüngeren Mann, der, obwohl er zuerst einer kinderlosen Ehe zustimmte, dann doch die Scheidung einreicht und Kinder mit einer anderen bekommt. Da könnten einem viele Dinge einfallen, Wegfall der Geschäftsgrundlage, das verflixte 7. Jahr, Wankelmütigkeit wegen mir – aber natürlich ist das alles ein abgefeimter Plan und „bezness“.

Einige Userinnen widersprechen ganz tapfer, selbst Canim ist das mal zu viel. Zwischendrin werden wie üblich pauschalierende Zuschreibungen abgegeben, dass eine sogar „Rassismus“ sagt – mal sehen, wie lange sie noch schreiben darf. Oder wie lange der thread noch sichtbar ist.

Warum ich diesen thread hervorhebe? Weil sich genau da das Problem von 1001 zeigt: jede binationale Beziehung mit einem nicht-westlichen Mann wird als „bezness“ rausdefiniert. Was nicht passt, wird passend gemacht. Eine Frau, die, weil sie sich weder in der Materie noch im Internet besonders gut auskennt, zum Anfang einer Beziehung versehentlich dort hin gerät, riskiert ihre Beziehung.

 

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Im Dezember erschien in der taz ein Artikel, der sich mit Sextourismus befasste, auch „bezness“ erwähnte und sich auf 1001 Geschichte bezog. Ein User war so unvorsichtig, einen link dazu im 1001-Forum zu hinterlassen. Eine heiße Diskussion entstand, die bei der taz zu einer Vielzahl von Kommentaren führte. Im 1001-Forum wurde jedoch bald jeder Hinweis auf den Artikel und die Diskussion gelöscht. Einiges war wohl zu peinlich.

Ich hatte auch einen Kommentar bei der taz geschrieben, mit einem link auf diesen meinen blog. Seither habe ich erfreulicherweise ein paar Leser und Kommentatoren mehr. Ich erhielt aber auch einen netten Anruf von einer anderen taz-Journalistin, die vor allem meinem Blickwinkel auf Rassismus und Muslimfeindlichkeit noch ein wenig mehrh nachgehen wollte. Dabei entstand ein lesenwerter Artikel.
Zu meinem Amüsement scheint niemand sich zu trauen, den im 1001-Forum zu verlinken. Sonst sähe der Kommentarbereich bei der taz wohl bald anders aus.

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Gestern trat in Ägypten das neugewählte Parlament zum ersten Mal zusammen. Der Spiegel berichtete. Für viele unverständlich ist, dass die Ägypter in den wohl freiesten und ehrlichsten Wahlen, die es dort bisher gegebenhat, zu 70% islamische Parteien gewählt haben (FJP und Nour zusammengerechnet, auch wenn diese vermutlich keine Koalition bilden würden.) Das ist aber nun mal der Wille der Mehrheit, und so funktioniert Demokratie.

Das verstehen etliche Leute nicht, der diesbezügliche Diskussionsstrang bei 1001 (zu finden unter Nachrichten, News etc.), spricht Bände für das dortige Demokratieverständnis.

Beim Spiegel gab es gestern dazu einen Kommentar, der sehr gut auch dazu passte und diese Denke sehr entlarvend darstellt:

Gestern 09:28 von Orientexpress2

Mein Mann ist Tunesier und ich habe den arab. Frühling hautnah mitbekommen, z. B. durch Live-Gewehrsalven beim Telefonieren, schön ist anders.
Die 70% überwältigende Mehrheit für islamistisch geprägte Parteien in Ägypten sind ein Outing der ganz besonderen Art. Berücksichtigt man noch, dass 10% der Ägypter Christen (Kopten, uns Katholiken sehr ähnlich) sind, dann dürften von der musl. Bevölkerung ca. 80% die Nikabschwestern und ihre behaarten Brüder gewählt haben. Noch schlimmer als in Tunesien also, wo die dortige Muslimbrüderschaft, die Ennahda, unter der Ägide von Hr. Ghannouchi, bei dem auch 2 Dekaden im westl. Ausland keinen frischen Wind ins Hirn geblasen haben, ca. 40% geholt haben. Zum Glück haben sie dort jetzt ein Parteiendreigestirn, und den Präsident, der sehr gut ist, stellt eine andere Partei (die mein Mann gewählt hat ;-).
Quo vadis Ägypten? Deine Strände werden leer bleiben, und als Zentrum für den arab. Film und das Musikbusiness ist es dann auch bald vorbei. Jedes Kalb sucht sich seinen Sch(l)ächter (der kleine Buchstabenkalauer sei mir an dieser Stelle gestattet). Demokratie wird zur Muslimokratie, auf Kosten der Frauen und Andersgläubigen. Da hört meine Toleranz auf, die ich sonst Tag für Tag ja auch privat lebe und was mit normalreligiösen Muslimen auch kein Problem ist (sieht man mal von chronisch Beleidigtsein und der Unfähigkeit zum Differenzieren ab, aber das ist glaubensimmanent). BMOs („B“lack „M“oving „O“bjects, also vollverhüllte Frauen) und Straßentalibans, das muss nicht sein.

Daher funktioniert Demokratie dort auch nicht: Der Islam erzieht die Leute zur Redundanz und zu blinden Folgen, selbständiges Denken und kritisches Hinterfragen oder differenzierte Betrachtung sind nicht erwünscht. Sie hatten ja auch keine Aufklärung und keinen Humanismus. Genau das braucht man aber für eine echte Demokratie, zmuindest Teile der Bevölkerung sollten dazu fähig sein. So gesehen bin ich auch fast froh, dass das ägypt. Militär noch da ist und dieses Parlament mit seinen Scharia-Addicts keine große Macht hat!

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Ich dachte eigentlich, mich könnte nicht mehr viel schockieren – aber gerade schrieb eine neue Userin (von der ich mal ausgehe, dass sie echt ist), dass „eine nette Beamtin des Jugendamtes“ ihr 1001 empfohlen habe. Halbblinde Behörden hatten wir ja letztens öfter in der Presse, das hier ist auch fein.

Artikel wird eventuell ergänzt.

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Seit ich immer mal wieder im Forum von 1001 mitlese, bewunderte ich die Userin Imene. Mit viel Geduld erklärte sie immer wieder den Unterschied zwischen Vorurteil und islamischer Realität und war noch freundlich, wenn sie aufs Übelste angegriffen wurde. Gestern ging es um das regelmäßige Abnehmen von Fingerabdrücken für Visa. Als Juristin findet sie das nicht gut, ebensowenig wie Vorratsdatenspeicherung (in beiden Fällen bin ich da völlig ihrer Meinung) und wagt das auch zu sagen. Die Antworten, die kamen, endeten dann so:

Re: Neues Visasystem

Beitragvon Imene » 12.10.2011, 22:57

Efendi II hat geschrieben:Als ich 1969 aus der „DDR“ über Mauer und Stacheldraht in die Bundesrepublik geflüchtet bin, mußte ich auch meine Fingerabdrücke abgeben. Zumindest bisher ist mir dadurch kein Schaden entstanden. In früheren Zeiten befand sich der Fingerprint in jeden Personalausweis (-> Kennkarte).

Und da dur Dir ja mal wie immer eigentlich bei meinen Beiträgen das Wort Mohamedaner in all seinen Abwandlungen nicht verkneifen kannst: viele der betroffenen „mohammedanischen Staaten“ haben liberalere Einreisebestimmungen.

Du nimmst dich zu wichtig.

Das Wort „Mohammedaner“ benutze ich nicht nur bei Dir, sondern grundsätzlich immer und bis vor einigen Jahren hat da auch niemand etwas Anstössiges daran gefunden. Erst durch die „politisch korrekte Sprachregelung“ bestimmter politischer Spinner, die da meinen für alles die Deutungshoheit zu besitzen, versucht man bestimmte (Jahrhunderte alte) Begriffe aus unseren Sprachschatz zu entfernen.
Den Begriff „Mohammedaner“ verwende ich analog zu
Christus = Christen, Buddha = Buddhisten, Zarahustra =Zorastier u.a.
In verschiedenen Sprachen nenen sie sich selbst so, z.B.Farsi (persisch) = mohammedani.

Gerne verwenden die „Mohamedaner“ ja auch noch ganz andere Begriffe für die „Nichtmohammedaner“ (z.B. „Schweine und Affen“ im Koran) und die Bezeichnungen die man so tagtäglich auf der Straße von den „Mohammedanern“ zu hören bekommt (sofern man ihre Sprache etwas versteht), die Kinder in der Schule von ihren „rechtgläubigen“ Schulkollegen oder gar die Lehrer und Lehrerinnen, entsprechen auch nicht immer der feinen englischen Art.

Für Agypten, Tunesien und Marokko genügt der Reisepass in Ausnahmesituationen sogar der Personalausweis – für Algerien ist ein Visum notwendig, dass innerhalb von 14 Tagen erteilt wird. Zum Wort Besucher: Geschäftsreisende und Menschen, die ein Arbeitsvisum beantragen sind sicherlich nicht lediglich nur Besucher.

Beim Reisepass genügt schon ein winzig kleiner israelischer Stempel, um Dir den Eintritt in diese „mohammedanischen“ Länder zu verweigern. So mußte ich jahrzehntelang Zweitpässe benutzen, um in diese Länder überhaupt einreisen zu können. Heute muß ich nicht mehr dorthin, deshalb kann ich auf den zweiten Pass verzichten, denn privat hab ich ohnehin keinen Bock auf diese Staaten.

Herzlichen Glückwunsch Effendi II. Du hast es geschafft, den Beitrag zu schreiben, der mich dazu bewegt, nicht mehr in diesem Forum zu schreiben. Es ist einfach ermüdend und auch verletzend IMMER WIEDER solche Sachen lesen zu müssen. Es gehört mittlerweile anscheinend zum guten Ton sich über „Mohammedaner“ lustig zu machen, ihnen ALLEN PAUSCHAL Rassismus, Diskriminierung und Feindlichkeit gegenüber Andersgläubigen und Andersdenkenden zu unterstellen. Soweit ich mich erinnere arbeitest Du ja für deutsche staatliche Stellen – ich hoffe einfach, dass Du es dort schaffst Dich so zu verhalten, dass man sich als andersgläubiger Bürger nicht wie ein Mensch zehnter Klasse fühlt. Bei Deinen Beiträgen hier fühle ich mich zumindest so.

Meine Kraft ist gerade aufgebraucht – und da ich mich tatsächlich wichtig nehme, in dem Sinne dass ich versuche auf mich achtzugeben, muss ich mich nicht dort aufreiben, wo ein Teil der anwesenden User es chic findet, mit immer noch härteren und provokanteren Beiträgen die Grenzen der Meinungsfreiheit auszuloten. Und bevor es wieder heißt, ich wolle diese abschaffen: das will ich definitv nicht. Aber der Respekt gegenüber meinen Mitmenschen würde es mir gebieten auch auf deren Gefühle etwas wichtig zu nehmen. Denn Hinter dem Bildschirm sitzen Menschen, keine Maschinen.

Also, wie Sita schreibt habt(8)- passt auch auf andere auf,

Imene

Der thread ist mal wieder ein gutes Beispiel für die dortigen Denkweisen. Ich hoffe, irgendwie findet Imene diesen Artikel….

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